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Kompensation von CO2-Emissionen: Besser als nix zu tun?!

Seit ich begonnen habe, mich mit dem Thema CO2-Emissionen, Fußabdruckrechner und Klima-Apps zu beschäftigen, ist der Aspekt der Kompensation allgegenwärtig. Gemeint ist der Ausgleich von CO2-Emissionen durch die Finanzierung von Klimaschutz-Projekten.

Während meiner Marktrecherche habe ich hierfür zahlreiche Dienstleister entdeckt, unterschiedlicher Größe und Ausrichtung, die in unterschiedlichste Projekte investieren. Viele setzen einen Schwerpunkt, indem sie sich auf CO2-Emissionen durch Mobilität und Reisen spezialisieren.

Gebe ich CO2-Kompensation bei Google ein, steht Atmosfair an erster Stelle – klimabewusst reisen. Hier könnte ich meine Flugreise oder auch eine Wunschmenge an CO2 kompensieren und mein investiertes Geld würde u. a. Projekten aus den Bereichen Energieeffizienz, Windkraft, Wasserkraft, Solarenergie oder Umweltbildung zu Gute kommen.

Das Dienstleister-Spektrum in diesem Feld gibt laut meiner Suche aber noch einiges mehr her. Ellie beispielsweise treibt das Ganze sogar so weit – und damit ein wenig auf die Spitze -, dass die App mir ermöglicht, einzelne Essensbestandteile zu kompensieren. Beispielsweise 300 Gramm Rindfleisch. Dies verursacht laut Ellie 8,1 kg CO2-Äquivalent, für dessen Kompensation ich 42 Cent bezahlen müsste.

CO2-Emissionen - Kompensation - Projekte

Erkauft man sich mit Kompensation von CO2-Emissionen ein reines Gewissen?

Auch in meinen Testing-Gesprächen mit potenziellen Codyo-Nutzern kommt das Thema Kompensation immer wieder zur Sprache. Hier stoße ich – ähnlich wie bei dem Angebot der Dienstleister – auf eine ziemliche Bandbreite an Aussagen. Diese reichen von „da kauft man sich doch nur ein reines Gewissen“ über „das ist doch nichts anderes als moderner Ablasshandel“ hin zu „Ich kann mir nicht vorstellen, CO2-Emissionen zu kompensieren, da ich den Anbietern nicht traue“.

Genauso höre ich aber auch Aussagen wie „ich habe schon Mal eine Flugreise kompensiert“ und „ich kompensiere jedes Jahr meinen gesamten CO2-Fußabdruck“. Aus meiner Sicht scheint alles vertreten. Da stellt sich mir die Frage, ob und in welcher Form das Thema innerhalb von Codyo Berücksichtigung finden sollte?!

Hierzu habe ich eine griffige Aussage von meinem Kollegen Jan erhalten, die meiner Meinung nach eine sehr sinnvolle Haltung zum Umgang mit der möglichen Kompensation von CO2-Emissionen darstellt: „CO2 einzusparen ist immer besser als zu kompensieren. Aber kompensieren ist besser als nichts zu tun.“

Wie denkst Du über CO2-Kompensation? Was ist Dir in diesem Zusammenhang wichtig? Sollte die Kompensation von CO2 ein Bestandteil der Codyo Klima-App sein?

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