Links überspringen

CO2-Fasten: Was wir aus der Corona-Krise über uns lernen

Die diesjährige Fastenzeit haben wir bei Codyo als Anlass genommen, um uns einer internen Fasten-Challenge zu stellen. Die Frage, worauf wir denn verzichten können und wollen, was uns zu CO2-Einsparungen verhilft, war gar nicht so leicht zu beantworten – zumindest für mich. Worauf kann ich sieben Wochen lang verzichten, ohne dass es zu unbequem wird?

Seitdem ist wahnsinnig viel passiert. Nicht nur bei uns als Team – wir haben große inhaltliche Fortschritte gemacht und zahlreiche Gespräche mit potenziellen Nutzern und Unternehmen geführt. Eine wahnsinnig spannende wie lehrreiche Erfahrung!

Die noch viel lehrreichere Erfahrung, beziehungsweise um ein Vielfaches relevantere Entwicklung für uns alle ist jedoch die aktuelle Krise, in die uns die Corona-Pandemie von jetzt auf gleich katapultiert hat.

CO2-Fasten - Corona-Krise 2

Die Corona-Pandemie hat nicht nur unsere CO2-Fasten-Challenge auf den Kopf gestellt

Unser aller Leben wird durch diese Situation auf den Kopf gestellt. Für mich – wie alle anderen Eltern mit Kindern zuhause – heißt es Verzicht auf Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Es heißt auch Verzicht auf den täglichen Gang ins Büro. Stattdessen ist kreativ werden im Home Office angesagt. Mein geliebtes Reisen ist bis auf Weiteres gestrichen.

Es heißt Verzicht auf Freizeitbeschäftigungen wie Konzerte, Theater- oder Stadionbesuche, aber auch dem Nachgang von Hobbies in Gruppen. Auf das Pflegen sozialer Kontakte muss – dank all der Technologien, die uns im Alltag zur Verfügung stehen – nicht ganz verzichtet werden, aber die Ebene ist eine völlig andere. Großeltern zu besuchen ist völlig Tabu. Wer zu spät gekommen ist muss womöglich auch auf Toilettenpapier und Mehl verzichten.

Diese Liste könnte ich vermutlich beliebig lang fortsetzen. Jeder von uns ist gezwungen, auf unterschiedlichste Dinge zu verzichten, die ihm persönlich besonders lieb sind. Wir alle tun es – weil uns die Notwenigkeit und Dringlichkeit dieser Einschnitte tagtäglich in den Nachrichten deutlich gemacht wird.

CO2-Fasten - Corona-Krise 3

Was wir aus der CO2-Fasten-Challenge und der Corona-Krise gelernt haben

Seit zwei Wochen leben ich und du nun mit all diese Verzichten und es folgen noch mindestens drei. Doch was hat es Dich bisher gelehrt?

Ich persönlich stelle fest: Man kann auf so einiges verzichten wenn man muss. Was mich daran am meisten stört, ist vermutlich, dass ich es muss und nicht selber die Entscheidung in der Hand habe. Ich fühle mich Fremdbestimmt durch einen Virus. Lieber würde ich diese Verzichtsentscheidungen selber treffen. Und dann vermutlich nicht so geballt – sondern mich nach und nach daran gewöhnen.

Was ich daraus in Bezug auf die Klimakrise schließe? Ich möchte nicht darauf warten Fremdbestimmt zu werden. Lieber möchte ich selber jetzt aktiv werden und abwägen, was für mich „verzichtbar“ ist.

Wie geht es Dir damit? Was lernst Du aus der aktuellen Krise? Und wie gehst Du mit dem Verzichten müssen um? Ich freue mich auf Dein Feedback in den Kommentaren.

Einen Kommentar hinterlassen