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Arbeiten mit Holz: Do it Yourself (DIY) sorgt für mehr Klimabewusstsein

Mit Codyo habe ich herausgefunden, dass Konsum meine größte CO2 Baustelle ist. In vielen anderen Bereichen, wie Ernährung und Mobilität, hatte ich schon ein gutes Gefühl. Klar, über diese Bereiche ist man gut informiert und es werden einem schnell klimaschonenden Alternativen angeboten. Als junger Vater hatte ich mich kaum gewundert, mit den typischen Veränderungen stehen auch viele Anschaffungen ins Haus. Aber immer neu ist nicht immer besser. So haben wir stets versucht möglichst viele Dinge aus der Verwandtschaft und dem Bekanntenkreis wiederzuverwenden. Aber es bleibt nicht ganz aus: Man wird eine Menge kaufen müssen.

Über den Reiter „Wissen“ in der Codyo Klima-App konnte ich mir schonmal einen guten Überblick über den Bereich „Konsum“ verschaffen und einige Inspirationen sammeln. Mich hat zum Beispiel sehr überrascht wie viel Einsparung man generieren kann, wenn man eine ökologische Suchmaschine verwendet statt der üblichen Verdächtigen.

Codyo.app - Jens DIY-Projekt - Klimabewusstsein 2

Die Idee eine eigene Kommode zu bauen – oder CO2-Sparen zum Anfassen

Zur gleichen Zeit mussten wir leider eine Kommode loswerden, die noch gut in Schuss war. Wir brauchten Platz und eine neue Kommode, auf die man einen Wickel-Aufsatz anbringen konnte. Ich hatte schon immer gerne mit Holz gearbeitet, also war die Entscheidung schnell klar: Ich baue eine eigene Kommode!

Natürlich nicht. Ohne sehr gute Erfahrung baut man nicht einfach eine ansehnliche Kommode, die man sich gerne in die Wohnung stellt. Aber wenigstens war die Idee da: Warum nicht mal Möbel selber bauen, statt immer im skandinavischen Lager zu kaufen?

Ich habe das Glück relativ einfach an altes Bau-Holz heranzukommen. Jedes Gramm Holz, das ich verwenden kann, wird nicht in Pallets gepresst und verbrannt. CO2-Sparen zum Anfassen. Die Frage war nur noch, was bauen?

Codyo.app - Jens DIY-Projekt - Klimabewusstsein 3

Codyo und das richtige Werkzeug sorgen für mehr Klimabewusstsein

Zweite Frage: Wie? Sollte man nicht zufällig Zugang zu einer fertig eingerichteten Werkstatt haben, muss man sich teures Werkzeug anschaffen. Werkzeug, womöglich aus Plastik und mit schweren Akkus beladen. Also wieder klimafeindlicher Konsum, der das eigentliche Unterfangen erneut gegen die Wand fahren lässt.

Die Lösung für das Problem war sowohl einfach als auch charmant: Mit Holz arbeiten wie vor 100 Jahren, mit traditionellen Handwerkzeugen. Eine Grundausstattung ist schnell gebraucht erworben, man braucht kaum mehr als einen Hammer ein paar Meißel, eine Säge und für den besonderen Spaß: einen Handhobel.

Natürlich muss man sich für ein solches Projekt Zeit nehmen. Für mich bedeutet es aber auch einen Ausgleich zum Alltag. Das Arbeiten mit der Hand ist nicht nur körperlich anspruchsvoll, sondern auch erschreckend leise im Vergleich zur Arbeit mit modernerem Werkzeug. Der Geruch von frischem Holz erfüllt mittlerweile den Eingangsbereich unserer Wohnung und erinnert mich nun täglich daran, wie viel mehr in den kleinen Dingen stecken kann.

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