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Kompensation in der Codyo Klima-App

Seit kurzem ist Kompensation von Aktivitäten in der Codyo Klima-App möglich. Eine klimaneutrale Lebensweise ist nichts, was man auf einen Schlag erreicht. Das ist uns von Codyo bewusst und es ist auch so, dass sich nicht alle Emissionen vermeiden lassen. Wie Codyo mit dem Thema Kompensation umgeht und warum ich persönlich diesen Schritt richtig und wichtig finde, erfährst Du im Folgenden.

Meine persönliche Erfahrung mit Kompensation

Ich reise gerne. Ich lerne gerne neue Kulturen kennen, entdecke die Natur, probiere fremde Gerichte. Dabei zieht es mich mehr und mehr in die Ferne. Erst Peru, dann Namibia und die nächsten Reiseziele stehen auch schon fest. Am liebsten würde ich die ganze Welt bereisen – wäre da nicht das ständige Fliegen.

Als Nachhaltigkeitsstudentin ist mir das echt ein Dorn im Auge. Alternativen für Interkontinentalreisen gibt es aber nicht wirklich und ganz drauf verzichten? Das würde ich auch nur ungern. Also versuche ich es zu reduzieren: Maximal eine Flugreise pro Jahr ist das Ziel. Dass ich die dabei entstandenen Emissionen reduzieren kann, gibt mir ein besseres Gefühl. Am besten fände ich es aber trotzdem, würden die Emissionen gar nicht erst anfallen.

Schnell zum Ziel der Klimaneutralität

Gerade weil das Einsparen von CO2 nicht in allen Bereichen so leicht umsetzbar ist, hat sich die Kompensation als ein schnelleres und oftmals auch leichteres Hilfsmittel auf dem Weg zur Klimaneutralität bewährt. Viele Unternehmen nutzen es bereits und auch bei Privatpersonen wird Kompensation immer beliebter.

Verursachte Emissionen lassen sich dann von Anbietern wie unseren Kooperationspartnern enyway oder Climate Company berechnen und können durch Investitionen in Klimaschutzprojekte kompensiert werden. Ein bekanntes Beispiel hier ist das Pflanzen von Bäumen. Diese binden CO2 und sind damit ein effektives Mittel gegen den Klimawandel.

Kompensationsprojekte – mehr als Bäume pflanzen

Ein regionales Beispiel für Kompensationsprojekte sind Moore. Seit Jahrtausenden speichern diese  Kohlenstoff in Torf. Intakte Moore binden dabei doppelt so viel Kohlenstoff wie in den Wäldern weltweit vorhanden ist. Problematisch ist die voranschreitende Entwässerung der Moore, wodurch aus dem ursprünglichen Kohlenstoffspeicher schlussendlich eine Treibhausgasquelle wird. Nicht gut. Kompensationsprojekte, wie MoorFutures oder Moorland, bewässern trockengelegte Moore und vermeiden so CO2-Emissionen.

Andere Projekte finden sich im Bereich Erneuerbare Energien. Hier wird Energie aus erneuerbaren Quellen zum Beispiel durch den Bau von alternativen Energieanlagen gefördert. So werden in Nepal die offenen Feuer die traditionell zum Kochen genutzt werden durch Biogasanlagen ersetzt. Biogas ersetzt das zuvor genutzte Feuerholz, welches aufgrund hoher Abholzungsraten den Rückgang der Wälder mitverantwortet. Dadurch wird CO2 gespart (durchschnittlich drei Tonnen CO2 pro Biogasanlage) und Biogas ist eine gesündere, bezahlbare Energiequelle für die betroffenen Familien.

Reduzieren steht über kompensieren

So weit, so gut! Es ist natürlich wichtig, entstandene Emissionen zu kompensieren und diese so auszugleichen, um zum Klimaschutz beizutragen. Fakt ist aber auch, dass Kompensation allein nicht ausreicht. Um den Klimawandel aufzuhalten, muss der weltweite CO2-Ausstoß reduziert werden.

Sprich, Emissionen müssen reduziert werden. Und das ist auch der Ansatz von Codyo: Wir wollen klimapositiv werden, anstatt klimaneutral zu sein. Mit Euch zusammen wollen wir Emissionen einsparen. So viele wie möglich – und den Rest, den könnt ihr dann kompensieren, um euren ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten.

Aus diesem Grund gibt es in der Codyo Klima-App auch keine Erfahrungspunkte für die Kompensation, wie Dir vielleicht schon aufgefallen ist. Die Ersparnis von CO2 soll weiterhin im Vordergrund stehen. Auf diese Weise wollen wir noch einmal verdeutlichen: CO2 kompensieren ist gut und besser, als nix zu tun, aber CO2 reduzieren ist das Ziel. Reduzieren steht über kompensieren.

Auf Deinen CO2-Fußabdruck haben die Kompensationen aber natürlich trotzdem Auswirkungen – und die werden auch in der App berücksichtigt. Das Eintragen lohnt sich also!

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