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Repräsentative Erhebung zu Klima und CO2-Apps

Die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen: 89 Prozent der Befragten einer repräsentativen Studie, wünschen sich mehr Nachhaltigkeit von Unternehmen. Fast 90 Prozent sagen darüber hinaus, dass es ihnen schwer fällt, nachhaltige Entscheidungen im Alltag zu treffen (Nachhaltigkeit im Fokus, rothmund insights, Feb. 2021). Seit Veröffentlichung der Studie zu Beginn des Jahres hat das Thema Klima noch einmal dramatisch an Aktualität gewonnen. Nicht nur Unwetterphänomene, sondern vor allen Dingen auch der erste Teil des Berichts des Weltklimarates (IPCC) Anfang August öffnet uns als Gesellschaft schlagartig die Augen.

Die nächsten vier Jahre sind demnach entscheidend, um zu verhindern, dass die globale Mitteltemperatur – das im Pariser Klimaabkommen verankerte 1,5 Grad-Ziel – bereits 2030 erreicht wird. Jeder noch so kleine Schritt zählt jetzt und die Zeit zum Handeln ist genau jetzt. Wir wollten wissen: Welche Rolle spielen digitale Tools wie Codyo in diesem Zusammenhang? Kennen die Menschen diese Art von Apps und sind sie bereit diese zu nutzen? Und haben eine daher eine repräsentative Erhebung in Auftrag gegeben.

Klima: aktueller denn je

Die Bilder aus dem Ahrtal, aber auch anderen Flutregionen sowie anderen Teilen der Welt, werden sich ins kollektive Gedächtnis einprägen. Der Mittelmeerraum leidet unter einer extremen Hitzewelle im Sommer 2021, in Griechenland brennen große Waldflächen. Die Auswirkungen des menschgemachten Klimawandels kommen nicht nur in Deutschland und Europa an – sie sind auch nicht mehr weg zu diskutieren. Der IPCC lässt in seinem aktualisierten Bereich keinen Zweifel mehr an der Rolle des Menschen und den zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels. Im Gegenteil: der Appell etwas zu unternehmen, ist überdeutlich und lässt keinen Interpretationsspielraum. Die Zeit läuft uns davon und wir müssen buchstäblich alle Hebel in Bewegung setzen. Und zwar jede/r Einzelne ebenso wie Unternehmen und Politik.

Hohes Bewusstsein für Nachhaltigkeit

Wir haben schon sehr früh aus den Rückmeldungen unserer zunächst qualitativen Befragungen zu den Themen Klima und Nachhaltigkeit ableiten können, dass es ein gesteigertes Bewusstsein und hohe Erwartungshaltungen zum Beispiel an Anbieter und Dienstleistungen gibt. Und auch, dass es gleichzeitig einen hohen Bedarf an Orientierung und zusätzlichem Wissen gibt. Diese qualitativen Untersuchungsergebnisse haben wir in die Gestaltung der Klima-App Codyo einfließen lassen. Deshalb gibt es neben dem CO2-Rechner und Aktivitäten-Feed einen umfangreichen Wissensbereich und Challenges, die das verfolgen eigener Ziele erleichtern.

Darüber hinaus wird dieses Wissen bei der Umsetzung des Klima-Dashboards berücksichtigt. Die allgemeine, repräsentative Rothmund-Studie zum Thema Nachhaltigkeitenthält für unsere Arbeit wichtige Informationen. Zum Beispiel zur Relevanz des Themas Kompensation oder auch zu Rückschlüssen auf das Konsumverhalten verschiedener Nutzergruppen. Spezifische, auf das Thema Klima und die App bezogene Fragen, beantwortet uns die kombiniert qualitativ-quantitative Erhebung nicht.

Repräsentative Erhebung

Wir haben uns daher entschieden, eine eigene quantitative und repräsentative Untersuchung in Auftrag zu geben. Dabei haben wir mit der Autorin der Nachhaltigkeitsstudie Jutta Rothmund zusammengearbeitet und den Fokus vor allen Dingen auf Fragen rund um die Nutzung von Smartphones und Apps, aber im Besonderen auch auf Anwendungen im Bereich Klima und CO2-Reduktion gelegt. „Die aktuelle Situation im Verlaufe des Jahres 2021 ist mit den teils dramatischen Entwicklungen und dem unmittelbar deutlich gewordenen Handlungsbedarf in Sachen Klima ein spannender Zeitpunkt für diese Erhebung“ macht Frank Glanert aus dem Codyo-Team deutlich.

Aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen und Ergebnissen rundet die Untersuchung mit einer repräsentativen Stichprobe von 1.000 Befragten das Bild insgesamt ab. Es gäbe, so Glanert weiter, wohl keine vergleichbare und spezifische Erhebung für diesen Anwendungsfall zu diesem Zeitpunkt. „Wir fragen die Teilnehmenden danach, ob sie Nachhaltigkeits- und Klima-Apps kennen, diese bereits nutzen und sich zum Beispiel vorstellen können – ähnlich wie bei Fitness oder Ernährungs-Apps – mit Hilfe dieser Anwendungen ihr Verhalten zu ändern ,“ erläutert Glanert. Auch Fragen nach gewünschten Funktionen sind Teil der Befragung. Die Ergebnisse finden unmittelbar Eingang in die Produktentwicklung und seien mit Sicherheit auch darüber hinaus eine wichtige Informationsquelle in Bezug auf das Verhalten und Wertvorstellungen der Menschen.

Werte auch für Unternehmen wichtig

Die Reichweite der Ergebnisse dieser repräsentativen Studie geht auch bei Codyo über den Anwendungsfall der eigentlichen Klima-App hinaus. Codyo versteht sich als Tool, das auf Basis des individuellen Mehrwertes und Spaß an persönlicher Verhaltensänderungen, hervorragend auch im unternehmerischen Kontext Anwendung finden kann. Auf dem Klima-Dashboard, werden die Nutzer aus einem Unternehmen oder einer Kommune zusammen geführt und die Summe der Einsparungen sichtbar und für die Beteiligten transparent. Die Bereitschaft sich mit dem Thema Klima auseinander zu setzen und dafür zum Beispiel eine App als täglichen Begleiter zu nutzen ist, neben anderen Aspekten, ein wichtiger Indikator für den Erfolg der Klima-Dashboard-Idee. Fragen wie „Nutzen die Leute eine solche App“ oder „Ist das Thema relevant“ können auf der Basis der Erhebung jetzt konkret und vor allen Dingen aktuell beantwortet werden.

Mehr zum Thema: Vor Kurzem ist der Naturkosmetik- und Arzneimittelhersteller Weleda mit dem Klima-Dashboard in die Pilotphase gestartet.

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